Enthärtung

Alle natürlichen Wasserarten enthalten in mehr oder weniger starken Konzentrationen erdalkalische Metallsalze, vor allem Calcium und Magnesium, die dem Wasser seine Härte verleihen. Je nach Herkunft können Wässer unterschiedliche Härten aufweisen. Nach dem Waschmittelgesetz wird Trinkwasser in verschiedene Härtebereiche eingeteilt.

Härtebereich °dGH mmol/l
weich bis 8,4 bis 1,5
mittel 8,4-14 1,5-2,5
hart über 14 über 2,5

Probleme durch hartes Wasser
In vielen Regionen in Deutschland führt hartes Wasser zu Problemen. Die Verkalkung von Rohrleitungen und Wärmetauschern, aber auch der Anschlussgeräte wie z. B. Kaffee-, Spül- oder Waschmaschine führt zu erhöhten Reparaturkosten. Außerdem bedeutet jeder Millimeter Kalkablagerung bis zu 10 % mehr Energieaufwand.

Steinbildung Kalkschutz1 sm

Die klassische Wasserenthärtung im Ionenaustauschverfahren
Die optimale Lösung für hartes Wasser ist der Einsatz eines Wasserenthärters nach dem Ionenaustauschverfahren. Er liefert wirklich weiches Wasser, verhindert somit Ablagerungen und reduziert den Verbrauch an Wasch- und Reinigungsmitteln. Bei der Enthärtung werden die Härtebildner Calcium und Magnesium gegen Natriumionen ausgetauscht. Nach dem Enthärtungsvorgang wird dem enthärteten Wasser mit einer Verschneideeinrichtung wieder nichtenthärtetes Wasser beigemischt, sodass der gewünschte Härtebereich genau eingestellt werden kann.

Verfahrensprinzip
Zur Enthärtung wird ein stark saures Kationenharz eingesetzt, das sich in einer druckfesten Austauscherflasche befindet. Das zu behandelnde Wasser fließt abwärts durch das Harz, wobei für jedes Calcium- oder Magnesiumion zwei Natriumionen freigegeben werden. Das abfließende Wasser enthält somit keine härtebildenden Kationen mehr — es ist jetzt weich. Die Austauschereinheit besteht aus vielen Tausend Teilchen, von denen jedes einige Milliarden von Natriumionen enthält. Erst wenn fast alle Natriumionen freigegeben sind, ist die Kapazität für den Austausch erschöpft. Die Regeneration erfolgt dann mittels einer schwachen Kochsalzlösung, welche über das Harzbett geleitet wird und die Harzteilchen wieder mit neuen Natriumionen belädt.

Steinbildung Kalkschutz2 sm

 

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